Wie Apps uns dirigieren

von Aileen Weibeler und Rechtsanwältin Karina Filusch, LL.M.

Auf unseren Handys haben wir eine Vielzahl von Apps, die uns sehr nützlich erscheinen. Doch wusstest Du, dass einige dieser Apps uns in Wirklichkeit nur dirigieren wollen? Dazu wird z.B. auf unseren Standort mit Hilfe von GPS zugegriffen oder Gesichtserkennung eingesetzt.

GPS

Durch Navigation wissen wir nicht nur, wo der nächste Bankautomat oder ein Pokémon zu finden ist, auch unser Handy und viele Apps wissen, wo wir uns gerade befinden. So kann es passieren, dass man sich in der Nähe einer bestimmten Pizzeria befindet und genau auf diese Pizzeria ein abgestimmtes Werbeangebot erhält. Bleibt sich nur die Frage zu stellen, ob wir das hilfreich oder beängstigend finden sollen. Aber man ist der Navigation nicht hilflos ausgeliefert, wir können sie ausstellen oder für Apps deaktivieren, auch wenn das leider für manche Apps bedeutet, dass man sie nur eingeschränkt nutzen kann, weil die Apps darauf setzen mit unseren Standortdaten Geld zu verdienen.

Gesichtserkennung

Andere App setzten auf Gesichtserkennung wie z.B. FaceApp. Wir liefern der Datenbank von FaceApp ganz freiwillig Daten, indem wir unser Gesicht, samt unserer Mimik preisgeben und dafür ein paar witzige Ohren animiert bekommen. Was auf den ersten Blick harmlos scheint, zeigt auf den zweiten Blick, wie groß der Markt für unsere sensiblen Daten ist. Überall dort, wo Kameras sind, die unser Gesicht wiedererkennen können, können uns unser Einkauf im Supermarkt, unsere Einparkkünste auf dem Parkplatz und unser Essverhalten im Fast-Food-Laden zugeordnet werden. Schuld daran sind die Unternehmen dahinter, die mit der Gesichtserkennung nicht für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum, sondern für Kommerzialität sorgen wollen.

Schaut euch also beim Installieren einer App vorher mal an, welche Zugriffe die App alles haben möchte und fragt euch, warum eine Spiele-App eigentlich Zugriff aufs Mikrofon und den Standort haben möchte.

Mehr Infos zu Apps, die uns dirigieren

Mehr zum Thema könnt ihr in unserer DaSou Podcast-Folge „Liest unser Handy mit“ mit dem Tech-Journalisten Helmut Spudich erfahren.

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie Datenschutz und Datensouveränität unseren Alltag begleiten, dann hört gerne im Podcast DaSou vorbei!

Du kannst mich gerne bei Fragen kontaktieren!

Beitragsbild: geralt / www.pixabay.de

Kontakt

Rechtsanwältin und externe Datenschutzbeauftragte (TÜV Nord)
Karina Izabela Filusch, LL.M.

Friedrichstraße 95
10117 Berlin

Nähe S-/U-Bhf. Friedrichstraße

Tel.: 030 219 11 555
Mobil: 0170 23 85 788

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Fr: 9:00 – 15:00 Uhr

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