Big Data – was ist das eigentlich?

von Aileen Weibeler und Rechtsanwältin Karina Filusch, LL.M.

Dass große Unternehmen viel Geld mit unseren Daten machen können, ob durch personalisierte Werbung auf Facebook oder der Nutzung von Kundenkarten, das ist kein Geheimnis. Aber welche Daten genau so interessant für die Unternehmen sind, das wissen die Wenigsten. Wir stellen uns deshalb die Frage: Big Data – was ist das eigentlich?

Was ist Big Data

Unter Big Data versteht man eine große Menge an Daten, die mindestens im Terrabyte- oder Zetabyte-Bereich liegen, die unterschiedlich strukturiert sind und eine bestimmte Art von Informationen und Merkmalen aufweisen. Innerhalb eines Datenbestandes gibt es unterschiedliche Datenqualitäten, die man mithilfe der „vier Vs“: „volume“, „variety“, „velocity“ und „veracity“ definieren kann. Das müssen nicht immer personenbezogene Daten, sondern können auch Sachdaten ohne Personenbezug sein.

Verhältnis zwischen Datenschutz und Big Data

Es stellt sich also die Frage, in welchem Verhältnis Datenschutz und Big Data stehen. Sind beide überhaupt auf einen Nenner zu bringen? Während Big Data große Datenmengen sammeln und auswerten will, ist es Ziel des Datenschutzes und insbesondere unserer DSGVO, Daten zu minimieren, Datenschutzstandards wie die Zweckbindung einzuhalten und das Einverständnis der Nutzer zur Datenverarbeitung explizit einzuholen.

Mit der Auswertung und Analyse von Big Data werden Daten nicht nur abgeglichen, sondern damit einhergehend auch Daten „zwischen den Zeilen“, wie Verhaltensstrukturen und persönliche Merkmale eines Nutzerverhaltens, aufgedeckt. Verhaltensweisen, die uns vielleicht gar nicht bewusst sind oder von denen wir gar nicht wollen, dass andere sie aufdecken. Diese „versteckten Daten“ sind aber gerade die, die für die Unternehmen besonders spannend und wertvoll sind, sodass Big Data im Alltag schon zum praktizierten Geschäftsmodell geworden sind und die Gewinnerzielung für die Unternehmen an oberster Stelle steht.

Trotzdem gibt es Datenschutzstandards, die eingehalten werden müssen. Unternehmen müssen gewährleisten, dass Nutzer wissen, welche Daten, für welchen Zweck und wie lange gespeichert und verarbeitet werden. Klar ist: Zwischen Big Data mit dem Ziel der Gewinnerzielung durch die Verarbeitung von großen Datenmengen und dem Datenschutz basierend auf der Einhaltung von Standards wie der Verhältnismäßigkeit und der Zweckbindung, besteht eine Diskrepanz, die nicht leicht aufzulösen ist.

Big Data im Alltag

Doch wo begegnen uns Big Data im Alltag? Hier ist es umgekehrt einfacher zu sagen, wo uns Big Data nicht begegnen. Ob bei Facebook, wenn uns analysiert wird, welche Personen wir kennen oder welche Bilder und gefallen könnten. Oder bei Amazon, wenn uns ähnliche Artikel angezeigt werden oder personalisierte Werbung geschaltet wird, um unser Kaufverhalten anzuregen. Spannend, oder?

Wir hoffen euch damit veranschaulicht zu haben, wie wir Big Data tagtäglich zu nutzen und sie kaum noch wegzudenken sind.

Mehr Infos

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie Datenschutz und Datensouveränität unseren Alltag begleiten, dann hört gerne im Podcast DaSou vorbei! Wir haben auch eine Folge über Big Data mit Sharleen Betker, die ihr hier hören könnt.

Du kannst mich gerne bei Fragen kontaktieren!

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Rechtsanwältin und externe Datenschutzbeauftragte (TÜV Nord)
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